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Wie man Interviews richtig auswertet

In einer wissenschaftlichen Arbeit erhebt man meist auch Daten. Gerade wenn es darum geht, eine Masterarbeit zu schreiben, wird meist empirisch vorgegangen. Entweder wertet man bereits bestehende Daten aus oder man erhebt selbst welche. Häufig ist eine Auswertung nach Mayring gewünscht.

Auswertung der Interviews nach Mayring

Bei der Qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring analysiert man Texte systematisch. Das Material wird dabei schrittweise theoriegeleitet durch entwickelte Kategoriensysteme bearbeitet. Man fasst Text zusammen. Die Zusammenfassungen lassen sich in Kategorien darstellen. Daraus ergibt sich ein Kategoriensystem, das den Sinn des Textes darstellt. Wir zeigen hier nun den Ablauf der Interviewauswertung nach Mayring.

1. Einordnung in ein Kommunikationsmodell

Zunächst wird das Gesagte, also das Interview, eingeordnet. Hierbei geht es darum, kurz zu beschreiben:

  • Welche Informationen zum Interviewten vorliegen
  • In welcher Situation das Interview stattfand
  • In welcher soziokultureller Situation sich der Interviewte befindet

Es wird also die Stichprobe beschrieben sowie Kontextinformationen erwartet. Dies kann bereits vor der eigentlichen Analyse erfolgen.

2. Regelgeleitetheit

Der Aufbau der Arbeit

Eine wissenschaftliche Textarbeit kann in zwei grosse Bereiche unterteilt werden: der eigentlichen Darstellung, bei der der Text durch Abbildungen, Tabellen, usw. ergänzt sein kann, und den sonstigen vor und nach dem Darstellungstext verorteten Abschnitten. Zu diesen sonstigen Teilgebieten vor der Darstellung gehören zwingend das Titelblatt und das Inhaltsverzeichnis. Nach der Darstellung muss das Verzeichnis der im Text verwendeten Quellen stehen. Dieses Verzeichnis steht im engen Verhältnis zu den im Darstellungstext angegebenen Quellenangaben, die je nach gewählter Zitierweise als optisch abgesetzte Fuss- beziehungsweise Endnoten („Deutsche Zitierweise“) oder in Klammern im Fliesstext integrierte Hinweise („Amerikanische Zitierweise“) erscheinen. Je nach verwendeten Quellen kann sich das Quellenverzeichnis auf ein Verzeichnis der benutzten Literatur beschränken (Literaturverzeichnis). Eventuell erforderliche Angaben weiterer Quellen-Arten können sich auf die Angabe vom Autor für die Arbeit eigens erzielter Forschungsergebnisse (z. B. Transkription von Interviews, filmische Dokumentationen) beziehen. Weitere Gliederungsabschnitte nach oder vor der Darstellung können sein: Grusswort, Abbildungs-, Abkürzungs- und Tabellenverzeichnisse, Anhänge wie Texte von verwendeter Primärliteratur, Glossar verwendeter Begriffe.

Die Nummerierung

Der Darstellungstext gliedert sich in die etwa 10 % des Gesamttextumfangs einnehmende Einleitung (u. a. Vorstellung von Thema, Fragestellung und gewählter Methodik, Literaturreview), Hauptteil (Darstellung des Sachverhalts und Analyse mit mehr als 50 % des Textes) und Schluss (Fazit mit Bewertung und Ausblick). Diese drei Teile werden in Abschnitte aufgeteilt, die sich meist wiederum in Unterabschnitte (mindestens zwei) gliedern. Dabei ist zu beachten, dass der Übersichtlichkeit zuliebe nicht mehr als vier Abschnittsebenen vorkommen. Den einzelnen Abschnitten zugeordnet sind entsprechende Überschriften. Die Abschnitte sind üblicherweise nach dem Dezimalsystem unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Ebenen mit arabischen Ziffern durchnummeriert (z. B. 1. Einleitung, 1.1. Thema, 1.2. Ziel,.. 2. Hauptteil, 2.1. Historische Einordnung, 2.1.1. Altertum, 2.1.2. Mittelalter, 2.1.3. Neuzeit, 2.1.3.1. Frühneuzeit, 2.1.3.2. Neuere Geschichte, 2.1.3.3. Zeitgeschichte,…, 3. Schluss,…). Die früher bevorzugte Kombination aus Buchstaben und arabischen Ziffern („Alphanummerisches System“) bei der Nummerierung der Gliederungspunkte ist heute kaum noch üblich.

Die dem eigentlichen Text vorangestellte Gliederung im Sinne eines Inhaltsverzeichnisses dient der Orientierung der Textnutzer. Hier werden die einzelnen bezifferten Gliederungspunkte mit den Hinweisen auf die Seiten, auf denen die jeweiligen Abschnitte beginnen, kombiniert und aufgelistet.

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